

Grußwort

Grußwort von Präses Dr. Adelheid Ruck-Schröder zur Ausstellung LICHTraum
„Es werde Licht“ das ist Gottes erstes Wort in der Bibel. Mit ihm beginnt er seine Schöpfung. So wurde es erzählt in einer Zeit, in der die Finsternis pure Finsternis war, von keinem elektrischen Licht erhellt. Unvorstellbar für uns heute.
Wir kennen unzählige Arten des Lichts.
Das Licht der aufziehenden Morgenröte ist ein anderes als das Licht im U-Bahn-Tunnel. Die Sonne, die glutrot im Meer versinkt, sie ist etwas anderes als der Atomblitz, heller als tausend Sonnen. Etwas anderes sind das Licht des Leuchtturms an der Küste und der Suchscheinwerfer an der Grenze. Licht kann feindlich, gefährlich, zerstörerisch sein. Es kann wärmend, belebend, heilend sein. Manche Lichter spiegeln die Dunkelheiten der Welt. Manche spiegeln etwas von Gottes Liebe zu dieser Welt.
Genau das tut der LICHTraum in Herne. Ludger Hinses Lichtkreuze verzaubern. Du vergisst die Zeit und möchtest nur schauen. Sie sind nicht selbst Licht, sie fangen es ein, werfen es in überirdischen Farben zurück und verwandeln alles, Raum und Betrachter. Die Kunstwerke machen sichtbar, wofür das Kreuz steht: Durch Leid und Tod und finstere Zeiten hindurch leuchtet Gottes Versprechen: Ihr sollt leben.
Mit Freude übernehme ich gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz die Schirmherrschaft über diese Ausstellung, die von katholischen, evangelischen und kommunalen Partnern getragen wird. Ich danke dem Künstler Ludger Hinse und allen, die an der Realisierung des Projekts mitarbeiten. Solche Kooperationen brauchen wir. Sie tun uns und der Demokratie gut.
Ich wünsche der Ausstellung Ausstrahlung für Herne und über die Stadt hinaus und ihren Besucherinnen und Besuchern viele Lichtblicke.